Startseite Entwicklung Von Wachstum zu Profitabilität – Wie aus Start-ups Firmen werden

Von Wachstum zu Profitabilität – Wie aus Start-ups Firmen werden

von SolopreneurRATGEBER

Mit Betrieben verhält es sich manchmal wie mit Kindern. Firmengründer setzen sie in die Welt, sehen sie heranwachsen und verteidigen sie vor negativen Einflüssen. Besonders gut lässt sich das im TV-Format „Die Höhle der Löwen“ beobachten. Dort stellen junge Unternehmer ihre „Babys“ vor, um die notwendige Finanzspritze zu erhalten und ihre Projekte langfristig auf eigene Beine zu stellen. Doch was passiert, wenn Gründer dieses Ziel erreichen? „Nach den ersten Anfangsstadien müssen sich Firmen entscheiden, ob sie sich zunächst auf Wachstum oder möglichst früh auf Profitabilität konzentrieren“, weiß Oliver Kerner, professioneller Vertriebstrainer aus Bremen und Gründer von OK-Training. „Damit legen sie den strategischen Grundstein für jeden weiteren Schritt.“

Von Kinderschuhen bis zur ewigen Rente

Oliver Kerner, professioneller Vertriebstrainer aus Bremen und Gründer von OK-Training.

Erfahrungsgemäß durchlebt ein Großteil der Unternehmen folgende zwei Phasen: Zu Beginn stehen noch die Suche nach Geldgebern, Mitarbeitern und die Produktionsoptimierung im Vordergrund. Da gerade Start-up-Anleger vor allem in das Potenzial einer Firma investieren, spielt Wachstum hierbei eine entscheidende Rolle. „Aktuelle Erlöse überzeugen Geldgeber oftmals weniger als eine positive Entwicklung in den letzten drei Jahren“, erklärt der Experte. Investoren geht es vor allem darum, Firmenanteile, die sich im Wert deutlich steigern, möglichst günstig zu kaufen. Erst später, in einem zweiten Schritt, konzentrieren sich Geschäftsführer darauf, Profite zu erzielen. Im Fachjargon heißt das „der Weg in die ewige Rente“. Konstante Einkünfte und stabile Umsatzzahlen gehören dabei zu den Schwerpunkten. Auch wenn gute CEOs im kleinen Rahmen auch weiterhin expandieren, indem sie finanzielle Mittel in Sichtbarkeit und Vertriebsausbau stecken, wünschen sich die meisten in diesem Stadium möglichst wenig zusätzliche Ausgaben. Wann ein Betrieb von der Wachstums- in die Profitabilitätsphase übergeht, hängt von der individuellen Situation ab.

Expansion oder schwarze Zahlen?

Für manche Betriebe spielt eine stetige Wertsteigerung auch noch lange nach der Aufbauphase eine Rolle. „Mit einem Börsengang zwingt sich eine Firma, ihre Aktionäre zufriedenzustellen, die sich wiederum eine möglichst steile Entwicklungskurve wünschen. Einige Big Player setzen deswegen auf rasantes Wachstum und nehmen dafür Verluste in Kauf“, erklärt Kerner. Wer sich allerdings nicht dem äußeren Druck von Investoren aussetzen möchte, sollte seinen Fokus möglichst bald auf Profitabilität legen, indem er Kosten minimiert und seinen Kundenstamm erweitert.

Oliver Kerner

Bildquellen

Vielleicht gefällt Ihnen auch