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Startup Summer Camp 2018: Teams gründen nachhaltig und innovativ

von SolopreneurRATGEBER

Das GründerWERK der Hochschule Pforzheim hat erstmals Studierenden aus allen Fakultäten vor Semesterbeginn ein sechstägiges Innovationsseminar angeboten. Für die Teilnahme am „Startup Summer Camp 2018“ vergab die Hochschule neben vielen Erfahrungen auch drei wertvolle ECTS-Credits. Ganz im Zeichen der Interdisziplinarität stand die Workshop-Woche unter dem Motto „Sustainable Innovation“ – nachhaltige Innovation. Die besten drei Ideen wurden am Ende der Woche mit dem Gründerpreis der Pforzheimer Zeitung belohnt. Fünf Projektgruppen wagten sich an für sie neues Terrain und entwickelten gemeinsam eine Geschäftsidee, die sie zum Abschluss einer Jury präsentierten.

„Ein Summer Camp wie dieses gab es bisher nicht an der Hochschule Pforzheim. Eine nachhaltige, innovative Geschäftsidee entwickeln in einem bislang  fremden Team und das interdisziplinär, indem Kommilitonen unterschiedlicher Studienrichtungen zusammen etwas erarbeiten. Die Resonanz nach dieser Woche war extrem positiv“, freut sich Professorin Dr. Katja Puteanus-Birkenbach über die gelungene Premiere. Die Leiterin des GründerWERKs – Zentrum für Unternehmensgründung an der Hochschule Pforzheim – war sehr angetan von den Gründerteams. „Am meisten beeindruckt hat mich der innovative Spirit, der sich in den Präsentationen aller Ideen manifestiert hat. Das brauchen wir doch für die Zukunft: Leidenschaftliche junge Leute, die auch Werte haben und leben“, so Puteanus-Birkenbach.

„Wir haben hier beim Summer Camp die Möglichkeit, Nachhaltigkeitsthemen schon früh zu verankern. Wir können auf die Geschäftsidee frühzeitig Einfluss nehmen, sodass die Gründer nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und soziale Themen berücksichtigen“, ergänzt Mit-Initiator Dr. Claus Lang-Koetz, Professor der Hochschule Pforzheim mit Schwerpunkt Nachhaltige Innovationen am INEC (Institut für Industrial Ecology).

Nach kurzen Impulsvorträgen agierten die Teams weitgehend selbstständig. Inspiriert wurden sie dabei sowohl von Hochschullehrern als auch von bereits erfolgreichen Gründern sowie Vertretern von Partnern der Hochschule wie etwa der IHK Nordschwarzwald und der Sparkasse Pforzheim-Calw. Florentin Walker, Geschäftsführer der S-Kap Unternehmensbeteiligungs GmbH & Co.KG und Mitglied der Jury, war sehr angetan vom Camp und den Ideen der Teilnehmer. „Man kann gar nicht früh genug beginnen, die Nadel im Heuhaufen zu suchen, die nachher ein erfolgreiches Unternehmen wird. Da sind wir immer sehr daran interessiert, gemeinsam mit der Hochschule in solche Veranstaltungen zu gehen“, so Walker. Kollege Markus Wexel von der IHK Nordschwarzwald ergänzte: „Wir haben ein großes Interesse daran, innovative Existenzgründer in unserer Region zu haben. Gerade weil wir feststellen, dass sich immer weniger Menschen selbstständig machen. Deshalb finden wir die Initiative der Hochschule, hier tätig zu werden, sehr gut und unterstützen diese gern.“ Ganz im Sinne der Hochschule, wie Prorektorin Professor Dr. Andrea Wechsler feststellte: „Unser Ziel ist es, junge Menschen zu entwickeln, die unternehmerisch denken und handeln, und so die Hochschule zum Innovationsmotor in der Region zu machen. Führend durch Perspektivenwechsel heißt unser strategischer Leitsatz. Mit dem Startup Summer Camp lebt ein solcher Perspektivenwechsel, indem es Interdisziplinarität mit Nachhaltigkeit verknüpft.“

Den ersten Platz und damit den Gründerpreis der Pforzheimer Zeitung sowie zusätzlich den Publikumspreis gewann das vierköpfige Team mit den Gründerinnen Carolin Gasteiger, Tabea Hillenbrand, Camilla Mesle  sowie Annette Lindberg. Ihr Projekt: Sie entwarfen eine App mit dem Namen „H.D.L.“ Die Abkürzung für „Hab Dich lieb“ stellt hier eine Anwendung für geistig behinderte Menschen dar, die mithilfe einfacher Angaben wie Alter oder Hobbies die Nutzer unterstützt, einen Partner zu finden. Einen Sonderpreis für Sustainable Innovation erhielt das Team „TeachBox“, deren Idee es Menschen in Schwellenländern ermöglichen soll, sich durch selbst gedrehte Lernvideos weiterzubilden.

„Dass die Studierenden zum ersten Mal in ihrem Leben eine Geschäftsidee entwickeln, und zwar unter Berücksichtigung der Ziele der UN im Sinne der Nachhaltigkeit“, sei das Ziel gewesen. Dabei seien neue Methoden zum Einsatz gekommen. „Die Tücke liegt im Detail: Kommen Studierende sechs Tage lang pünktlich? Sie kamen immer pünktlich morgens und sind abends sogar länger geblieben. Die Teilnehmer haben sich in ihren Teams regelrecht ausgepowert im Miteinander“, sagt Katja Puteanus-Birkenbach und zieht Bilanz: „Das Summer Camp war ein großer Erfolg und soll in Zukunft für alle Interessierten geöffnet werden, nicht nur für Studierende.“

Bildquellen

  • Abschlussfoto: Hochschule Pforzheim

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