Startseite Köpfe „Scheitern tun viele Gründer deshalb, weil sie das, was sie scheitern lässt, für etwas halten, ohne das sie nicht starten können.“

„Scheitern tun viele Gründer deshalb, weil sie das, was sie scheitern lässt, für etwas halten, ohne das sie nicht starten können.“

von smwx

Die Geschäftsidee steht, die Entscheidung zur Gründung eines eigenen Unternehmens ist getroffen, nun geht es ans Eingemachte: Für eine erfolgreiche Selbstständigkeit ist auch eine gute Planung wichtig. Und Erfolg will gut geplant sein, sagt der Volksmund. Das gilt besonders für jene, die sich zum ersten Mal selbstständig machen und damit völliges Neuland betreten. Doch trotz detaillierter Planung scheitern viele Unternehmensgründungen.

Ein gut durchdachter Businessplan gibt das Gefühl der Sicherheit und soll unnötige Fehler und Risiken verhindern, weshalb zu Beginn viel Zeit darin investiert wird. „Meistens zu viel“, sagt Daniel Huchler. Der Multiunternehmer sieht darin einen verbreiteten Fehler: „Viele wollen bereits im Vorfeld die perfekte Strategie haben, bevor sie überhaupt an den Markt gehen.“ Vorgehensweisen wie diese seien verständlich, besonders wenn man zuvor aus einem sicheren Angestelltenverhältnis käme. „Ein Unternehmen lässt sich jedoch nicht in der Theorie durch einen detaillierten Businessplan aufbauen“, so Huchler. Ein grober Plan sei wichtig, der Rest entstehe in der Praxis.

Planen und Manifestieren sind nur die halbe Wahrheit

Dass sich die meisten am Anfang mehr mit der Theorie anstatt der Praxis aufhalten, sieht Daniel Huchler daher als einer der Hauptgründe, weshalb viele ihre Selbstständigkeit aufgeben. „Scheitern tun viele Gründer deshalb, weil sie das, was sie scheitern lässt, für etwas halten, ohne das sie nicht starten können“, so der Unternehmensaufbauexperte. Viel wichtiger sei es hingegen, durch Ausprobieren zu lernen, was funktioniert und was nicht. „Wir können nicht die Welt sehen, wenn wir uns die Wanderung nur wünschen oder vorplanen, die Schritte aber selbst nicht gehen“, sagt Daniel Huchler. Daher sei das Visualisieren und Manifestieren von Zielen nur die halbe Wahrheit: „Der Weg dorthin muss auch gegangen werden“, sagt Huchler. Und das bedarf oftmals mehr Zeit, Versuche und Fehler als geplant. Wenn die Anfangsphase jedoch nicht nach Plan läuft, geben viele frühzeitig auf.

Viele Scheitern an mangelnder Fehlerkultur

Ein Scheitern als Gründer wird hierzulande in der Regel als Niederlage gesehen und Unternehmer gelten bei Investoren und Banken schnell als „verbrannt“. Laut einer Studie der HHL Leipzig Management School of Management sehen 79% der Befragten „eine mangelnde Fehlerkultur als größtes Hindernis“ zum Weitermachen an. Der Gründergeist wankt und Selbstzweifel an den eigenen unternehmerischen Fähigkeiten führen zu Ernüchterung bis hin zur Schließung. „Anstatt uns bei unserem Aufbau der Selbstständigkeit oder des eigenen Unternehmens so viel Zeit fürs Lernen zu geben wie für eine Ausbildung oder ein Studium, glauben wir alles von Anfang an wissen und können zu müssen“, so Huchler. Doch das sei ein Trugschluss, der viele Unternehmensgründer frühzeitig aufgeben lasse.

Selbstständig sein gleicht einer Ausbildung

Deshalb ist es laut dem Unternehmensberater effektiver und erfolgsversprechender, sich beim Aufbau eines soliden Unternehmens Zeit und betreuen zu lassen „Für alles gibt es Lehrer, Erzieher oder Trainer, die uns zeigen, wie wir etwas machen sollen. Nur wenn wir uns selbstständig machen, dann glauben wir alles sofort können und wissen zu müssen“, erklärt Daniel Huchler. Und wenn das nicht sofort klappt, werde alles in Frage gestellt. Dabei fehle es häufig vielen Gründern nicht an unternehmerischen Fähigkeiten, sondern „jemand, der an uns glaubt und uns zeigt, dass wir fähig sind, zu erreichen, was wir wollen“, so Huchler weiter. Das gelte sowohl für Gründer, die sich nebenberuflich als auch hauptberuflich selbstständig machen wollen. Es sei kein Versagen, in der Gründungsphase um Hilfe oder um einen Rat zu bitten.

Zur Person:
Daniel Huchler ist Berater und Coach für Unternehmensgründer und hilft, ein solides Unternehmen aufzubauen. Der einstige Polizist ist heute Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen sowie Buchautor und Investor. Als ehemaliger Kampfsportler kennt er sich außerdem in den Bereichen Mentaltraining und Durchhaltevermögen aus und weiß, was es an praktischer Unterstützung und innerer Einstellung für einen soliden Unternehmensaufbau braucht.

Weitere Informationen unter: www.danielhuchler.com

 

 

 

Bildquellen

  • Daniel Huchler: Daniel Huchler

Vielleicht gefällt Ihnen auch