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Performance Design selbstgemacht

von SolopreneurRATGEBER

Jeden Tag konsumieren die Deutschen abertausende von Nachrichten. Die Formen der Meldungen reichen dabei von Beiträgen in der Tageszeitung bis hin zum Feed in Social-Media. Eine große Resonanz auf die eigene Information scheint demnach unerreichbar – hier kommt das Performance Design ins Spiel. Was genau dahinter steckt und wie Kleinunternehmer den Ansatz für sich nutzen können, erklärt Philipp Reittinger, Mitgründer und Geschäftsführer von ZweiDigital.

Mediale Aufmerksamkeit kommt nicht von ungefähr. Wer öffentlich nachhaltig sichtbar sein möchte, muss verstehen, wie seine Zielgruppe tickt und sich mit seinen Inhalten insbesondere vom Rest einer Community abheben. Denn: Gerade in den sozialen Medien bleiben nur noch ca. zwei Sekunden, um auf seine Inhalte aufmerksam zu machen.

Inhalte sollten demnach kurz und verständlich aufbereitet sowie den Gewohnheiten und der Sprache der jeweiligen Zielgruppe angepasst werden. Womit wir beim Performance Design wären: Hierbei geht es um die zielführende Konzeption und Umsetzung von Werbeanzeigen für die sozialen Medien. Neben Design und Texting besteht das Performance Design auch aus Analysearbeit und Optimierung.

Wie Sie das Prinzip Performance Design für sich nutzen können, erklären wir Ihnen im Folgenden anhand von fünf Schritten.

Die goldene Grundregel

Halten Sie sich kurz und kommunizieren Sie Ihre Message so einfach wie möglich – diesen Rat sollten Sie verinnerlichen. Die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer:innen ist durch verschiedene Eindrücke bereits sehr eingeschränkt. Wir sprechen von ca. sechs Sekunden, die der Mensch auf einer Nachricht verharrt. Für das Wecken des Interesses bleibt ein Drittel dieser Zeit. Die Kernwerte einer Marke oder die wichtigste Information zu einem Produkt bzw. einer Dienstleistung müssen hier zielführend positioniert werden.

 Jetzt wird getriggert!

Ein einfaches Ziel: Den/Die Nutzer:innen beim Scrollen stoppen. Hierzu dienen sogenannte “Feed-Stopper”. Stellen Sie sich selbst einmal vor, wie Sie abends durch Ihre Social-Media-Timeline schauen. Nach dem Bild eines Bekannten beim Eisessen, einer Werbeanzeige eines Automobilherstellers und der Meldung, dass Ihre Freundin in der Bar um die Ecke sitzt, stoßen Sie auf die Aussage “Ich verliere nur, wenn ich durstig bin”, die in großen weißen Lettern auf blauem Hintergrund präsentiert wird. Sie stoppen und schauen genauer hin, wenn auch nur kurz. Die plakative und provokative Aussage hat also ihren Zweck erfüllt – nämlich Sie anzuhalten. Auch subtile Animationen oder dynamische Inhalte lenken den Blick der User:in in die gewünschte Richtung.

Führen wir das Beispiel weiter: Nun haben Sie zusätzlich zur Aussage auch das Logo der Firma auf dem Post gefunden. Ihr Interesse ist geweckt. Sie möchten mehr erfahren. Wie gut, dass im unteren Drittel des Bildes genau dies auf einem Button geschrieben steht. Sie tippen auf den Call-to-Action, der Post hat sein Ziel erreicht. Sie wurden getriggert. Damit der CTA von Facebook & Co. nicht durch den angezeigten Bildausschnitt im Feed verschwindet, ist es hier entscheidend, das richtige Bildformat zu wählen. Mehr dazu im nächsten Schritt

Auf das richtige Format kommt es an

Unterschiedliche soziale Medien fordern unterschiedliche Konzepte. Das umfasst auch die Größe der jeweiligen digitalen Inhalte. Facebook bietet neben dem quadratischen Format u.a. Anzeigen im 16:9-Verhältnis für Werbe-Posts an. Ähnlich ist es bei Instagram. Unser Tipp: Entscheiden Sie sich im Zweifel immer für das quadratische Format, da dieses mehr Screen-Fläche einnimmt. Je größer Ihr Content optisch ist, desto stärker wird der Blick der Nutzer:innen in die gewünschte Richtung gelenkt.

Voll im Trend?

Die Dynamik, mit der sich die sozialen Medien weiterentwickeln, ist kaum noch greifbar. Nach dem Prinzip “höher, schneller, weiter” übertreffen sich die jeweiligen Plattformen in Sachen Größe und Features stets auf’s Neue. Wie behält man da noch den Überblick?

Eigentlich gar nicht so schwierig: Verfolgen Sie vor allem jene Plattformen genau, die Trends setzen. Große Influencer sowie die Social-Media-Profile von Onlinemedien und Magazinen, die den Takt vorgeben, stehen dabei im Fokus. Denn: Wer Trends schnell erkennt, kann diese aufgreifen, mit Emotionen aufladen – und so den letzten Schritt im Performance Design ideal umsetzen.

Noch einmal mit Gefühl!

Der Mensch merkt sich Sachverhalte und Inhalte besser, wenn er damit Emotionen verbinden kann. Diesen Fakt nutzen Designer in verschiedenen Disziplinen und demnach auch im Visual Storytelling. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor, auch im Performance Design.

Schaffen Sie eine Aussage, die bei den Personen Reaktionen auslöst. Denn nur so schaffen Sie überhaupt ein Umfeld, in dem sich User:innen mit einer Marke identifizieren und eine emotionale Bindung aufbauen können. Wichtig ist demnach, dass Ihre Story authentisch und zugleich prägnant genug ist, um die gewünschte Message in einem Bild oder in einem Kurzvideo zu transportieren.

Fazit: Eine gute Grundlage ist ausschlaggebend

Sie haben das Ziel erreicht. Befolgen Sie die fünf Schritte im Text, steht ihr Konzept schnell – und es funktioniert auch. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie diesen Leitfaden als Grundlage für zukünftiges Performance Design. Sie werden schnell merken, dass mehr User:innen mit Ihrem Content interagieren – und nur so erreichen Sie die gewünschte Resonanz.

Über Philipp Reittinger

Philipp Reittinger ist Geschäftsführer und Mitgründer von ZweiDigital und absoluter Social-Media-Profi. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt baute er zunächst den Bereich App-Marketing bei Shopgate auf und verantwortete bei Vier für Texas das Thema Performance Marketing, ehe er mit Andreas Arndt 2018 ZweiDigital gründete. Die Social-Ads-Agentur ZweiDigital aus Frankfurt entwickelt für Kund:innen wie Connox, Waterdrop, Longines und SportSpar individuelle Performance-Kampagnen auf Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest und TikTok.

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