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Kleine Unternehmen und Start-ups – Visuelle Markenidentität im Fokus

von SolopreneurRATGEBER

Kleine und mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Laut BMWI erwirtschaften sie rund 35 Prozent des gesamten Umsatzes der Unternehmen in Deutschland. Durch alle Branchen hinweg ist der Wettbewerb hart. Und gerade auch Start-ups und Solopreneure müssen mit ihren Business-Ideen um Aufmerksamkeit kämpfen. Umso wichtiger ist es, dass sie sich von ihrer Konkurrenz abheben und aus der Masse an Angeboten herausstechen. Eine entscheidende Rolle spielt die Markenidentität, die sich unter anderem über die Bildsprache definiert. Denn Bilder können die Wahrnehmung der Konsumenten nachhaltig verändern.

Visuelle Informationen werden von uns Menschen viel schneller erfasst und verstanden, da unser Gehirn darauf getrimmt und sogar eine komplette Gehirnhälfte nur dafür zuständig ist. Forschungen belegen, dass Bilder bei der Gedächtnisspeicherung helfen und, dass Menschen dazu neigen, sich an visuell gestaltete Inhalte besser zu erinnern als an Text. Beispielsweise kann das menschliche Gehirn innerhalb von Millisekunden und damit bis zu 60.000 Mal schneller Bewegtbilder verarbeiten als Text. Laut HubSpot erinnern sich Verbraucher zwar nur an 20% von dem, was sie lesen, aber sie können sich an 80% der Bilder, die sie sehen, erinnern. Damit kleine Unternehmen und Start-ups bei ihren Zielgruppen in Erinnerung bleiben, müssen sie ihre Marke und die entsprechenden Marketingmaterialien visuell ansprechend gestalten.

Bilder schaffen ein Markenbewusstsein

Unternehmer sollten konsistente visuelle Darstellungen in ihrem gesamten Marketing verwenden, denn sie tragen zur Bewusstseinsbildung bei, so dass die Zielgruppe die Marke sofort erkennen kann. Wenn Menschen an Marken denken, erinnern sie sich meistens zunächst an die visuelle Identität wie das Logo, den Markenstil und die Multimedia-Inhalte.

Bilder sind universell relevant

Ein Bild ist universell verständlich. Unabhängig davon, aus welchem Markt potenzielle Kunden kommen oder welche Sprache sie sprechen, visuelle Inhalte sind leicht zu erfassen. Sie können die Reichweite von Blogs, Social-Media-Posts, Produktseiten oder Websites vergrößern. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass Bilder in internationalen Märkten unterschiedlich interpretiert werden können. Diverse Kulturen schreiben Bildern und Symbolen unterschiedliche Bedeutungen zu – dies sollten Start-ups und kleine Unternehmen bei ihrer internationalen Expansion auf jeden Fall berücksichtigen. So steht beispielsweise die Farbe Rot in China für Glück, in Südafrika dagegen für die Farbe der Trauer. Auf diese kulturellen Nuancen einzugehen und sie zu respektieren, ist für die lokale Kundengewinnung entscheidend. Laut einer Studie von Smartling sind lokal relevante visuelle Inhalte für 80% der Marketing-Entscheider unerlässlich.

Visuelle Inhalte fördern das Engagement

Heute nutzen Unternehmer zunehmend Social Media wie Instagram und YouTube. Visuelle Inhalte können die Views, Klicks und Conversion Rate steigern, weil Kunden sich eher mit einem Unternehmen beschäftigen und Inhalte mit anderen teilen, wenn diese ansprechend sind. So hat HubSpot herausgefunden, dass 65% der Unternehmen mehr Social Engagement und Traffic verzeichnen, wenn sie visuellen Content in ihr Marketing integrieren. Mehr als 95 Millionen Fotos werden täglich auf Instagram veröffentlicht. Und Facebook-Posts mit Bildern erhalten wesentlich mehr Beachtung als reine Textbeiträge.

Viele Start-ups und Einzelunternehmer schrecken vor visuellem Marketing zurück, weil sie denken, dass dies nur etwas für große Budgets ist. Dabei gibt es inzwischen eine Reihe an kostenlosen und kostengünstigen Tools, mit denen man – auch wenn man kein Designer ist – tollen visuellen Content erstellen kann:

  • Coolors ist ein Tool zur Erstellung von Farbpaletten für das Branding
  • Skitch hilft Marketingexperten dabei, ihre Designideen zu erfassen, zu kommentieren und einfach abzulegen
  • What the Font! unterstützt bei der Suche nach der perfekten Schriftart für Grafiken
  • Shutterstock Editor ist ein kostenloses Online-Design-Tool für die Erstellung professionell aussehender Inhalte für Social Media, Präsentationen etc. – immer direkt im passenden Format. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
  • Mailchimp hilft beim Entwurf und Versand von E-Mail-Marketingkampagnen und bietet eine einfache Schnittstelle und Hunderte von E-Mail-Vorlagen

Die Bildsprache spielt eine wesentliche Rolle und ist ausschlaggebend dafür, wie wir mit den Inhalten einer Marke umgehen und diese konsumieren. Unabhängig davon, an wen Unternehmer sich wenden, der erste Eindruck ist ganz entscheidend. Wenn sie die Aufmerksamkeit der Zielgruppe von Anfang an auf sich ziehen können, erhöht dies die Chance, dass sie sich wirklich mit ihren Inhalten und am Ende mit ihren Produkten und Dienstleistungen beschäftigen.

Über die Autorin

Flo Lau, Creative Director bei Shutterstock, ist für die Themen Digital Marketing und Brand Performance zuständig. Um kreative Kampagnen voranzutreiben, arbeitet sie eng mit den Führungskräften im gesamten Unternehmen zusammen. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung als Führungsperson im kreativen Bereich vereint Lau die Kompetenzen Design und Marketing.

 

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