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Food Furore in Berlin: Nominierte Start-ups präsentieren wegweisende Konzepte gegen Lebensmittelverschwendung

von SolopreneurRATGEBER

Die Rabobank und ihre Direktbankenmarke RaboDirect Deutschland gehen am 26. März mit Food Furore an den Start. Im Rahmen dieses neuen Veranstaltungsformats der niederländischen Food & Agri-Bank wurden von der fünfköpfigen Jury jetzt sechs Unternehmen ausgewählt, die beim Start-up-Pitch in Berlin ihre Konzepte gegen Lebensmittelverschwendung präsentieren dürfen.

Food Furore stellt die globale Verschwendung von Ressourcen im Lebensmittel- und Agrarbereich in den Mittelpunkt und präsentiert mögliche Lösungsansätze, um die Menge an Essen zu reduzieren, die weltweit im Müll landet: Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) ist das ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel. Das entspricht etwa 1,3 Milliarden Tonnen an Lebensmitteln und einem finanziellen Schaden von rund 630 Milliarden Euro in den Industrieländern sowie 285 Milliarden Euro in Entwicklungsländern.

Strenge Bewertung der Teilnehmer durch hochkarätige Jury

Die nominierten Start-ups wurden nach strengen Kriterien ausgewählt und dürfen im Rahmen von Food Furore an einem Start-up-Pitch teilnehmen. Der Wettbewerb wird in Kooperation mit dem FoodBytes! Team der Rabobank durchgeführt und ist Teil des ganztägigen Food Furore Programms. Im Vorfeld werden die sechs internationalen Entrepreneure für ihre Präsentationen von Peak Berlin gecoacht. Im direkten Anschluss an den Pitch werden die Teilnehmer von einer Fachjury bewertet, in der mit HelloFresh einer der führenden Kochboxen-Versender und mit dem WWF eine der größten Naturschutzorganisationen der Welt vertreten sind. Zusätzlich verleiht das Publikum, bestehend aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, NGOs sowie Investoren den Publikumspreis.

Innovative Lösungsansätze aus verschiedenen Branchen

Jedes der sechs Start-ups nähert sich dem Thema Lebensmittelverschwendung auf seine ganz eigene Weise. Die Ideen reichen von Textilfasern aus Molkereiabfällen über Datenanalysen zur Vermeidung von Abfällen entlang der Lieferkette bis hin zu nahrhaften Vollwertprodukten aus überschüssigem Obst und Gemüse.

Optimierung der Lieferkette:

  • Sensefinity (Deutschland) ermöglicht mittels Tracking die Überwachung von Lebensmitteln in Echtzeit – während der Lagerung und des Transports sowie im Handel. Dank proaktiver Benachrichtigungen können die Nutzer handeln, bevor es zu spät ist. Damit reagiert das Unternehmen auf die Tatsache, dass etwa ein Drittel der Lebensmittelverschwendung entlang der Lieferkette auftritt.
  • Mi TERRO (USA) stellt aus Molkereiabfällen nachhaltige Fasern her, die zu Kleidung, Bettwäsche oder Verpackungen verarbeitet werden können. Diese innovative Technologie bietet eine nachhaltige Nutzungsmöglichkeit für Millionen Tonnen überschüssiger Milch, die jedes Jahr weltweit weggeschüttet werden.
  • Outcast Foods (Kanada) erzeugt aus überschüssigen Nahrungsmitteln vollwertige Pflanzenpulver für vielfältige Verwendungsmöglichkeiten, etwa als Nahrungsergänzungsmittel oder für Sportgetränke. Das Unternehmen bezieht übrig gebliebenes Obst und Gemüse von Landwirten, lebensmittelverarbeitenden Betrieben und -produzenten sowie von zentral gelegenen Verteilerzentren.
  • PureSpace (Südkorea) entwickelte eine Technologie, die die Haltbarkeit von Obst und Gemüse deutlich verlängert. Durch ein spezielles Verfahren wird die Luft, in der Lebensmittel gelagert werden, umfassend gereinigt. Verbunden mit der Zersetzung von Ethylen und Schimmel in der Luft, wird die Verlängerung der Haltbarkeit ohne chemische Behandlung der Lebensmittel möglich.

Einzelhandel:

  • MyFoody (Italien) unterstützt den Handel dabei, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten. Über eine Smartphone-App können die Nutzer preisreduzierte Produkte mit geringer Haltbarkeit ausfindig machen und direkt in dem entsprechenden Supermarkt kaufen. So wird die Kundenfrequenz erhöht und Lebensmittelverschwendung vermieden.
  • KRUSLI (Niederlande) stellt Frühstücksprodukte aus Produktionsrückständen oder -ausschuss und nicht der Norm entsprechenden Lebensmitteln her. So werden aus Treber, Haferkleie, ,,unförmigem” Obst und Gemüse, aufgesprungenem Quinoa, ,,zu kleinen” Samen oder Bruchnüssen Zutaten für ein nahrhaftes Frühstück.

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