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Diese Marketeers verdienen am besten

von SolopreneurRATGEBER

Schon längst hat die Digitalisierung die Marketingabteilungen von Unternehmen und Agenturen fest im Griff. Die Verbindung von Marketing und Technologie stellt dabei für Marketeers die größte Herausforderung dar. Gleichzeitig drängen unter den Bezeichnungen MarTech und AdTech immer mehr neue Technologien auf den Markt der Marketingtools und fordern eine hohe Innovationskraft der Marketingspezialisten. Aufgrund der gegenwärtigen technologischen Aufrüstung und der Automatisierung im Marketing verändern sich langfristig die Berufsbilder und neue Anforderungen an die Jobprofile offenbaren sich. Künftig werden nur diejenigen Marketeers erfolgreich sein, die neue Technologien verstehen und digitale Tools für ihre Zwecke zu nutzen wissen. Das spiegelt sich auch in den Gehältern wider.

Während die Gehälter von klassischen Marketingpositionen – sowohl in den Marketing-Abteilungen von Unternehmen als auch in Agenturen – stagnieren, kann sich die Führungsriege im digitalen Marketing über Gehaltssteigerungen von bis zu 25 Prozent freuen. Auch Marketeers, die interimsweise zum Einsatz kommen, können mit Steigerungen von bis zu 27 Prozent rechnen – sowohl im klassischen als auch im digitalen Marketing.

Gehälter im traditionellen Marketing stagnieren – Interim-Experten legen zu

Das fixe Jahresgehalt (ohne Bonus und Provisionen) eines Marketing Directors mit drei bis sieben Jahren Berufserfahrung hat sich 2020 bei 75.000 bis 110.000 EUR eingependelt. Wer längere Erfahrung vorweist, kann bis zu 140.000 EUR verdienen.

„Grund für diese Stagnation ist, dass Gehälter aktuell eher für Spezialisten-Funktionen ansteigen. Zudem sind die Gehälter auf „Director“-Level derzeit auch in anderen Abteilungen, über den Marketingbereich hinaus, stabil“, stellt Thomas Hartenfels von der internationalen Personalberatung Robert Walters fest.

Marketing-Manager mit bis zu sieben Jahren Berufserfahrung müssen in der Spitze sogar leichte Einbußen hinnehmen. Sie verdienen in 2020 zwischen 60.000 und 75.000 EUR (2019: 60.000 – 80.000 EUR). Auch Kollegen mit mehr Berufserfahrung müssen mit weniger Geld auskommen, aktuell sind hier Jahresgehälter zwischen 70.000 und 85.000 EUR drin (2019 waren es noch 70.000 – 90.000 EUR).

Lediglich die Einstiegsgehälter von Brand Managern, Category Managern und Product Managern (B2C) zeigen positive Tendenzen. Hier sind die Grundgehälter um 5.000 bzw. 10.000 EUR gestiegen.

„Zu den Gewinnern zählen Marketing-Experten, die interimsweise zu Einsatz kommen. Hier sind bei allen Jobprofilen Gehaltssteigerungen von mindestens 25 Prozent drin – unabhängig ob die Positionen im klassischen oder im digitalen Marketing zuhause sind“, führt Hartenfels weiter aus.

Im digitalen Marketing profitieren Chief Digital Marketing Officer und Product Owner

Im digitalen Marketing sind die Chief Digital Marketing Officer die Gewinner, wenn es um die absolute Höhe des Jahressalärs geht. Hier zeichnen sich deutliche Steigerungen ab. Grund dafür ist die starke Digitalisierung im Marketing und innerhalb der Unternehmen. Erfahrene, digitale Marketeers sind aktuell noch rar am Arbeitsmarkt und daher sehr begehrt wodurch auch die Gehälter stark steigen. Chief Digital Marketing Officers mit drei bis sieben Jahren Berufserfahrungen können 2020 zwischen 100.000 und 130.000 EUR verdienen (2019: 95.000 – 120.000 EUR). Bei Experten mit längerer Erfahrung sind fixe Jahresgehälter zwischen 120.000 bis 200.000 EUR möglich (2019: 110.000 – 160.000 EUR).

Auch im digitalen Marketing müssen einige Disziplinen Einschnitte in der Spitze hinnehmen, so zum Beispiel Digital/Online Marketing Manager, Social Media Manager und Product Owner. „Nach einem rapiden Anstieg der Gehälter, werden die jetzt etwas relativiert. Weitere Gründe für die Einschnitte sind wirtschaftliche Unsicherheiten und die stark ertragsorientierte Ausrichtung vieler Unternehmen,“ erläutert Hartenfels.

Die Wahrnehmung ihrer Leistung führt bei Marketeers zu höheren Erwartungen an ihre Vergütung. Trotz stagnierender Gehaltsentwicklungen erwarten 65 Prozent der Beschäftigten aus dem Marketing eine Gehaltserhöhung und 66 Prozent gehen von einer Bonuszahlung aus. Aber auch hier ist das Salär längst nicht mehr der ausschlaggebende Punkt für Zufriedenheit im Job. Neben fairen Jahresgehältern sind den Marketingfachkräften eine gute Work-Life-Balance (56%), Anerkennung und Belohnungen z.B. in Form von Boni oder Gutscheinen (47%), flexible Arbeitszeiten (44%) und variierende und interessante Tätigkeiten (35%) wichtig.

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